Wissenswertes zu Private Equity

Unten finden Sie Antworten zu einigen der meist gestellten Fragen zu Private-Equity.


Wie unterscheiden sich Private-Equity- und Buy-out-Fonds von Venture-Capital-Fonds?

Das Geschäftsmodell von Venture-Capital-Gesellschaften ähnelt dem von Private-Equity-Unternehmen. Während Venture-Fonds aber vor allem in Start-ups und junge Unternehmen investieren, konzentrieren sich Private-Equity- und Buy-out-Fonds auf am Markt eingeführte Unternehmen mit Wachstums- und Wertsteigerungspotenzial, deren Performance sie über einen längeren Zeitraum durch strukturelle, strategische und operative Maßnahmen verbessern.


Wie unterscheiden sich Private-Equity-Fonds von Hedgefonds?

Bei Private-Equity-Investments geht es immer darum, ein Portfoliounternehmen optimal aufzustellen und seinen Wert langfristig zu steigern. Der Erfolg einer Private-Equity-Gesellschaft steht und fällt mit dem Erfolg ihrer Portfoliounternehmen. Bleibt der Erfolg aus, verliert die Private-Equity-Gesellschaft nicht nur eigenes Kapital, sondern auch das ihrer Investoren. Der daraus resultierende Reputationsschaden macht es für eine Private-Equity-Gesellschaft dann schwierig, weitere Mittel einzuwerben.

Der Anlagehorizont von Hedgefonds ist dagegen meist wesentlich kürzer. Sie agieren als Kapitalpools, die in Aktien, Anleihen oder Rohstoffe investieren, um mit Hilfe komplexer Handelsstrategien und Derivate kurzfristig Gewinne zu realisieren. Hedgefonds halten ihre Investments gewöhnlich nicht über Jahre, sondern nur über einige Wochen oder Monate.


Warum wird bei einer Private-Equity-Struktur auch Fremdkapital eingesetzt?

Fast jedes Unternehmen, ob börsennotiert oder privat geführt, finanziert sich über Eigenkapital und Fremdkapital (Darlehen, Anleihen etc.). Wenn eine Private-Equity-Gesellschaft ein Unternehmen kauft, ist die Finanzierung typischerweise eine Kombination aus dem Eigenkapital, das ihr von ihren Investoren zur Verfügung gestellt wird, und Fremdkapital von verschiedenen Fremdkapitalgebern, vorzugsweise Banken.


Wie steigern Private-Equity-Gesellschaften die Performance ihrer Portfoliounternehmen?

Es braucht mehr als nur finanzielle Kreativität, um ein Portfoliounternehmen auf Wachstumskurs zu bringen. Will man den Wert eines Unternehmens nachhaltig steigern, müssen vor allem die Weichen für organisches Umsatzwachstum richtig gestellt werden. Dazu gehören die Optimierung operativer Abläufe, die Reduzierung von Kosten und Ausschuss, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, möglicherweise eine Neupositionierung der Produkte und das Erschließen neuer Märkte sowie die Entwicklung und Umsetzung einer soliden Unternehmensstrategie.


Welchen Nutzen bringt Private Equity den Portfoliounternehmen und der Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt?

In einer globalisierten Welt gewinnt Private-Equity-Investment immer mehr an Bedeutung. Unser erfolgreiches Engagement bei einigen der bekanntesten Unternehmen der Welt hat nicht nur diese Unternehmen auf einen Wachstumspfad gebracht, sondern auch das allgemeine Wirtschaftswachstum befördert. Werte wurden geschaffen und Innovationen vorangetrieben. Es ist mittlerweile empirisch belegt, dass Portfoliounternehmen von Private-Equity-Gesellschaften effizienter arbeiten und damit zur wirtschaftlichen Wertschöpfung beitragen. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass sich Private-Equity-Investitionen kombiniert mit Fremdkapital insgesamt positiv auf die finanzielle Performance und die Effizienz von Unternehmen auswirken. Insbesondere deshalb, weil das bereitgestellte Kapital gerade bei fragilen Kapitalmärkten eine kritische Lücke füllt.

Insgesamt führen fremdfinanzierte Buy-outs von Portfoliounternehmen zu einer höheren Produktivität. Unternehmen werden in die Lage versetzt, Arbeitsplätze zu schaffen und höhere Gehälter zu zahlen, was sich positiv auf das Betriebsklima auswirkt. Starke Renditen aus Private-Equity-Investments stärken wiederum die Pensions- und Rentenkassen, was Millionen von Arbeitnehmern zugute kommt. Laut einer Erhebung der Research-Firma Preqin wurden bis 2008 weltweit Nettoerträge von insgesamt über 1,1 Billionen US$ an Investoren ausgeschüttet (bis 2007 aufgelegte Private-Equity-Fonds).


Wie werden Portfoliounternehmen weiterveräußert?

Wenn eine Private-Equity-Gesellschaft sich von einem Portfoliounternehmen trennt, geschieht dies häufig über einen Börsengang oder die Platzierung der Aktien an der Börse. Das Unternehmen kann aber auch direkt an einen strategischen Käufer oder an eine andere Private-Equity-Gesellschaft veräußert werden (Trade Sale bzw. Secondary Sale).

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